Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Passt das: Kaffee & Gesundheit?
20.6.2017

Wir suchen unseren Kaffee sorgfältig aus, bereiten ihn quasi meditativ zu und trinken ihn mit Genuss. In diesem Sinne würden wir von VON HERRMANNS sagen: ja, Kaffee ist gesund. Und lecker!

Das finden die Deutschen offensichtlich auch und trinken 162 Liter Kaffee durchschnittlich pro Jahr.

Es ist bei dieser Menge aber auch klar, dass Kaffee eine Wirkung auf den genussfreudigen Menschen hat. Nur: welche?

Da lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die gesundheitlichen Aspekte des Kaffees zu werfen.

Wie Kaffee wirkt

Das kann jeder bestätigen – Kaffee macht wach. Vereinfacht gesagt funktioniert das so: das im Kaffee enthaltene Koffein (wirkt schon ab etwa 0,1 Gramm anregend) verdrängt den körpereigenen Botenstoff Adenosin, der müde macht. Koffein wirkt somit auf das zentrale Nervensystem.

Eine weitere Wirkung des Kaffees ist, dass er

• die Herzkranzgefäße erweitert,
• Harndrang auslöst,
• die Bronchien erweitert,
• die Konzentration fördert,
• und die Assoziationsfähigkeit beschleunigen

und noch einiges mehr...

Bei einer Überdosierung von Kaffee kann es den Körper vergiften und zu Schweißausbrüchen, Zittern, verstärkter Nervosität, Übelkeit und Schwindelgefühl führen. Das muss einfach auch gesagt werden: wenn du von etwas Gutem zu viel konsumierst, ist es nicht mehr gut für dich.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verträgt ein gesunder Mensch bis zu 400 Milligramm Koffein am Tag, das sind je nach Zubereitung rund fünf Tassen Filterkaffee oder die gleiche Anzahl an Espresso. Achtet bitte auch auf die Kaffeesorten. Robusta hat deutlich mehr Koffein als Arabica. Ihr solltet beim Kauf von Kaffee-Mischungen daher immer darauf achten, wie hoch der Robusta-Anteil ist.

Wann dann das Koffein wirkt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Für gewöhnlich beginnt das Koffein zwischen 20 und 40 Minuten an zu wirken und kann zwischen 1,5 und 5 Stunden anhalten. Das hängt davon ab, wie schnell der Körper das Koffein abbaut.

Auch wenn die Reaktion auf den Kaffee individuell ist, kann man doch einige Tendenzen erkennen.

• Bei Frauen wirkt Kaffee oft doppelt so lange wie bei Männern.
• Kinder, junge Menschen und Schwangere reagieren besonders empfindlich darauf.
• Bei Rauchern sinkt die Konzentration von Koffein eher schneller als bei Nichtrauchern.
• Medikamente haben ebenfalls einen Einfluss darauf, wie lange das Koffein im Körper wirken. kann.

Was die Forschung zum Kaffee sagt

Viele von uns sind mit der Mahnung aufgewachsen, dass Kaffee süchtig macht und überhaupt ungesund ist, weil er den Blutdruck in die Höhe treibt, nervös macht und den Körper austrocknet. Da galt die Empfehlung, immer mindestens so viel Wasser wie Kaffee zu trinken. Sicher ist die Idee, viel Wasser zu trinken, immer zu unterstützen, auch wenn Kaffee aber keine austrocknende Wirkung hat.

Da gibt es die Studie der Universität Graz, aus der hervorgeht, dass die Inhaltsstoffe im Kaffee den Reinigungsprozess in den Zellen von Leber, Herz und in der Skelettmuskulatur anregen. Diese Wirkung wird aber nur für schwarzen Kaffee ohne Milch oder Zucker bestätigt.

Eine weitere Studie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam besagt, dass es Hinweise darauf gibt, dass Kaffee das Risiko für bestimmte Krebssorten senkt. Allerdings ist nicht klar, welche der etwa 800 Inhaltsstoffe des Kaffees nun genau dafür verantwortlich ist.

Kaffee und die Verdauung

Viele können es aus Erfahrung bestätigen: Kaffee hat eine Wirkung auf die Verdauung.

Zunächst auf den Magen. Es gibt Menschen, die nach dem Verzehr von Kaffee Magenbeschwerden wie:

• Sodbrennen,
• Völlegefühl,
• Kreislaufbeschwerden
• oder Schweißausbrüche

bekommen. Das liegt dann sehr wahrscheinlich an den Bitterstoffen oder der Chlorogensäure, die in den handelsüblichen, industriell gefertigten Kaffees leider in viel zu hoher Konzentration vorliegt. Wird Kaffee hingegen schonend zwischen 15 und 20 Minuten bei Temperaturen bis zu 200 Grad Celcius im Trommelverfahren geröstet, wird der Anteil der Bitterstoffe, von Chlorogensäure und von Acrylamid deutlich reduziert. Euer Magen wird es Euch danken.

Wirkung auf den Darm. Durch das Koffein, den enthaltenen Säuren, der vorhandenen Gerb- und Bitterstoffe im Kaffee, wird die Bewegung des Darms stimuliert. Daher können einige von uns seine stark verdauungsfördernde Wirkung bestätigen. Es wird auch vermutet, dass die Melanoidine – das sind komplexe Substanzen, denen der Kaffee seine Farbe verdankt – ihre positive Wirkung entfalten und sogar zur Darmgesundheit beitragen sollen.

Kaffee und die Zähne

Naturweiße Zähne sind in den seltensten Fällen weiß. Stattdessen gibt es Zähne in allen Weiß- & Gelbschattierungen, die man sich nur vorstellen kann. Kaffeegenuss kann die Zähne dunkler verfärben, dagegen hilft einfach eine gute und regelmäßige Mundhygiene. Klar.

Übrigens: Kaffee enthält Polyphenole, die in der Lage sind, Bakterien im Mund unschädlich zu machen und Zahnbelag, der sich eventuell gebildet hat, zu neutralisieren.

Allerdings nur, wenn der Kaffee ohne Milch oder Zucker getrunken wird. Zucker ist einfach ungesund für die Zähne, egal womit wir den Zucker mischen – und in Milch ist Milchzucker enthalten.

Macht Kaffee immer wach?

Ja. Wie schon am Anfang des Artikels angemerkt: macht Kaffee wach – es gibt allerdings einen Haken. Der Körper bildet zwischen 4 und 5 Uhr morgens das Hormon Cortisol, ein Stresshormon; wenn man Kaffee gleich nach dem Aufstehen trinkt, während der Körper Cortisol produziert, verpufft der zusätzliche Koffein-Kick, oder bewirkt einen gegenteiligen Effekt auf unseren Körper. Also:

• Aufstehen: direkt danach lieber keinen Kaffee trinken, da ist die Cortisol-Konzentration (gerade in Verbindung mit Licht)
besonders hoch – ansonsten wären wohl viele nicht in der Lage, aufzustehen… Zwei Stunden nach dem Aufstehen kann Kaffee jedoch wahre Wunder wirken

• Mittag: gegen 12:00 Uhr mittags produziert der Körper wieder Cortisol – und wieder ist es besser, den Kaffee zu
verschieben, auf später oder eben davor.

• Nachmittags: gegen 17:00 Uhr ist die dritte Cortisol-Hochphase, einen Muntermacher braucht es um diese Zeit wohl nicht.

Zwischen diesen Zeiten, könnt mit Hilfe eines guten starken Kaffees euer Tagestief besiegen.

Kaffee kann auch müde machen – egal wann er getrunken wird!

Es gibt eine Sache, von der wir abraten wollen – außer, wenn du ein kleines Nickerchen machen möchtest. Wenn du Kaffee in Kombination mit einem süßen Kuchen genießt, hat das Koffein einen überraschenden Effekt: es macht müde – so zumindest einige neue Studien. Das liegt daran, dass Zucker den Insulinspiegel in die Höhe treib, sodass der Blutzuckerspiegel sinkt – und voilà, du wirst schneller müde.

Grundsätzliches

Hin und wieder ist es an der Zeit, grundsätzlich zu werden. So wie jetzt. Sorte, Zubereitung und Röstverfahren des Kaffees spielen eine große Rolle dabei, ob der Kaffee dir und deiner Gesundheit eher nützt oder schadet.

Sortenreiner, schonend gerösteter Arabica-Kaffee von hoher Qualität ist am bekömmlichsten – Punkt. So klar und eindeutig können wir das sagen. Industriell hergestellter Kaffee, ist weit weniger bekömmlich, denn er ist in den seltensten Fällen sortenrein, von hoher oder auch nur mittlerer Qualität und schon gar nicht schonend geröstet.

Arabica-Bohnen sind deshalb am besten verträglich, weil sie nur zwischen 0,8 und 1,8% Koffein enthalten, wohingegen Robusta-Bohnen zwischen 1,8 und 4% Koffein enthalten. Daher ist der Arabica-Kaffee nicht nur magenfreundlicher, sondern auch herzschonender.

Natürlich spielt auch die Röstung (link?) des Kaffees eine wichtige Rolle. Die Rohbohnen sollten mindestens 12 – 20 Minuten schonend im traditionellen Trommelverfahren geröstet werden. Nur so können schädliche Stoffe austreten und die guten Eigenschaften des Kaffees erhalten bleiben.

Von Herrmanns Kaffee

Wir VON HERRMANNS lieben guten Kaffee und trinken ihn mit Genuss und Bedacht. Daher nehmen wir nur Kaffees, die unseren hohen Qualitätsanforderungen genügen. Darauf lassen wir uns gerne festnageln. Denn wir glauben auch, dass wenn die Bohne von Anfang an gut behandelt wird, vom Aufwachsen bis zum Rösten und Aufbrühen, dann behandelt der Kaffee uns auch gut.

In diesem Sinne: lass dir deinen Kaffee schmecken.