So schmeckt Kaffee vollautomatisch gut

So schmeckt Kaffee vollautomatisch gut

Kaffee-Vollautomaten richtig reinigen
13.6.2017

Kaffee ist Genuss – das soll so sein und vor allem auf Dauer so bleiben. Deswegen besorgen wir uns hervorragenden Kaffee und deswegen besorgen sich viele einen Vollautomaten, der möglichst einfach möglichst guten Kaffee liefern soll. Damit das so ist, haben wir dir hier zusammengestellt, was dabei zu beachten ist.

8 Tipps, die für perfekten Kaffee aus deinem Vollautomaten sorgen

1. Täglich reinigen: Wasserbehälter, Auffangschale und Kaffeesatzbehälter mit Wasser gründlich abspülen. Lass sie danach gut trocknen, damit sich da nicht sofort wieder Bakterien ansiedeln können.

Warum? Stell dir vor, du trinkst pro Tag ein paar Tassen, deine Freunde und Familie vielleicht auch, deswegen ist die Maschine wahrscheinlich die ganze Zeit an oder läuft im Standby-Betrieb. Das heißt, nicht nur beim Aufbrühen, sondern während der ganzen Zeit entsteht Wärme, die die Bakterien zum Ansiedeln lieben.

Daher immer darauf achten am Ende eines Tages alle beweglichen Teile zu reinigen. Besonders wichtig dabei:

• Tresterbehälter: Der Auffangbehälter für den Kaffeesatz sollte spätestens nach dem 2 Tag gereinigt werden. Durch
permanente Restfeuchte im Behälter bildet sich schon nach kurzer Zeit Schimmel.

• Abtropftasse: Die Auffangtasse des Vollautomaten sollte täglich gereinigt werden. Durch die automatische Spülfunktion
fließen Kaffeerückstände hinein. Ein Nährboden für Bakterien und Keime.

• Bohnenbehälter: Diesen Behälter solltet Ihr ab und an mit einem trockenen Tuch auswischen. Das vermindert die
Ablagerung von unerwünschten Bitterstoffen. Aber bitte niemals mit einem feuchten Tuch auswischen. Die
Feuchtigkeit könnte das Mahlwerk zerstören

• Brühgruppe: Könnt ihr die Brühgruppe entfernen, so reinigt sie in regelmäßigen Abständen mit klarem Wasser – je nach
Nutzung alle 1 bis 3 Wochen. Sollte diese Verstopft sein, versucht die Löcher mit einem Pinsel zu reinigen.
Achtung: Die Brühgruppe sollte immer erst gut durchgetrocknet sein bevor ihr sie wieder einsetzt.

2. Täglich Wasser wechseln. Frisches Wasser schmeckt auch bei Kaffee am besten.

Warum? Natürlich ist es praktisch, den großen Wassertank nur einmal in der Woche zu befüllen, aber je länger das Wasser steht, desto eher bilden sich durch permanente Restwärme dort Algen und siedeln sich Bakterien an. Da schmeckt einfach kein Kaffee mehr, außerdem kann eure Pumpe so verstopfen.

3. Kalk regelmäßig entfernen.

Warum? Einerseits schmeckt Kaffee mit weichem Wasser deutlich besser, andererseits ist Kalk, der sich ansiedelt wegen seiner porösen Struktur die perfekte Basis für das Ansammeln von Bakterien und Keimen.

Sollte dein Vollautomat dann doch mal so richtig verkalkt sein und eine Fehlermeldung zeigen, schick ihn nicht gleich zur Reparatur ein, sondern verpass ihm erst einmal eine Generalreinigung. Die Kosten sind meist höher als die Maschine noch Wert ist.

Am besten du benutzt gleich richtig gutes Wasser (Link zur Wasserqualität)

4. Mahlwerk reinigen.

Warum? In den Kaffeebohnen sind Öle enthalten, die für den wunderbaren Duft und das Aroma sorgen. Wenn sie allerdings alt werden und eine Weile in der Mühle bleiben, werden genau diese Öle ranzig – und ranziges Öl schmeckt einfach nicht.

Damit alle ranzigen Reste dauerhaft verschwinden, kannst du dir ein spezielles Granulat besorgen. Falls du dafür keine Zeit hast, gehen übergangsweise auch ungekochte Risotto-Reiskörner, die du mehrmals hintereinander von grob auf fein mahlst.

5. Milchreste entfernen.

Warum? Milch ist ein Lebensmittel, das besonders im Sommer schnell verdirbt. Wer nicht dauerhaft krank werden will und diesen schlechten Geschmack nicht unbedingt im Kaffee haben möchte, sollte Schlauch und Düsen am besten direkt nach der Nutzung reinigen. Das ist sehr wichtig.

6. Mehr Hitze: oft genügt es die Ausgabetemperatur am Vollautomaten um ein paar Grad zu erhöhen.

Warum? In der Grundeinstellung werden die Maschinen mit einer Auslauftemperatur von 60 bis 63 Grad Celsius ausgeliefert. Wird diese Temperatur auf 68 Grad Celsius erhöht, wird ein Großteil der Keime dabei abgetötet. So bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite.

7. Auf herausnehmbare Kunststoffteile achten, die lassen sich besser reinigen

Warum? Kaffee ist ein Lebensmittel. Das hört sich zwar trivial an, hat aber zur Konsequenz, dass gute hygienische Bedingungen einfach notwendig sind. Alle wichtigen herausnehmbaren Teile solltest du regelmäßig mit warmem Wasser ohne Reinigungsmittel oder Bürste abspülen und gut trocknen lassen. Achte schon vor dem Kauf darauf, dass die zu reinigenden Teile spülmaschinefest sind, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

8. Profis ranlassen: Deine Maschine ist es wert, den besten Service zu bekommen.

Warum? Falls du nur sporadisch Punkt 1 bis 7 bewältigen kannst, solltest du eine jährliche Wartung in Betracht ziehen. Sie erspart dir böse Überraschungen und unnütze zusätzliche Reparaturkosten. Vorzeitige Reparaturen sind oftmals auf eine falsche oder fehlende Reinigung zurück zu führen.

Dein Vollautomat und deine Geldbörse werden es dir danken – und der leckere Kaffee, den du dafür bekommst, wird dich bestens für den Aufwand entschädigen.