8 Tipps zum guten Kaffee

8 Tipps zum guten Kaffee

Was ist guter Kaffee?
23.8.2017

Die Antwort auf diese Frage ist die Grundlage unserer Arbeit bei Von Herrmanns. Uns ist wichtig, dass das Getränk, das wir lieben, sozialverträglich, umweltfreundlich und in hoher Qualität getrunken werden kann. Probier es aus, du wirst den Unterschied merken.

Kaffee wie wir ihn sonst kennen wird im Supermarkt verkauft, in Massen produziert, nimmt keine Rücksicht auf die Umwelt oder Menschenrechte und hat als einziges Ziel, billig zu sein.

Das steht im krassen Widerspruch zu unserer Philosophie. Wir finden, unser täglicher Luxus soll ohne Dumping angeboten werden und natürlich immer in höchster Qualität.

Das heißt bei VON HERRMANNS: die Bauern erhalten Preise, die 200-300% über dem Weltmarktpreis liegen, die Kaffeekirschen werden im picking-Verfahren, also von Hand, geerntet und wachsen in sogenannten Waldgärten, in denen eine Mischkultur gedeihen kann, was die Natur schont und weniger Dünger gebraucht wird.

Denn wir glauben daran, dass was uns gut tut, auch den anderen, Genießern wie Produzenten, gut tun soll. Wir Schätzen es, die Leute, die unsere Lebensmittel herstellen, und ihre Arbeit auch zu kennen. Dafür sind wir bereit, den entsprechenden Preis dafür zu zahlen, denn das zahlt sich letztendlich auch für uns aus. Und wirklich: es lohnt sich.

Deswegen haben wir diese Tipps für guten Kaffee für dich:

1. Kaufe deinen Kaffee beim Röster deines Vertrauens ein,

denn der wird sich mit seinen Kaffees auskennen, wissen, woher die Bohnen stammen und wie sie verarbeitet wurden. In vielen Röstereien kannst Du deine Bohne gleich probieren oder eine Reihe von schmackhaften Kaffees testen, bis du deinen Lieblingskaffee gefunden hast.

2. Kaffee braucht Zeit zum Rösten.

Beim Röster deines Vertrauens werden die Bohnen schonend in einer Trommel geröstet. Mit Röstzeiten bis zu 25 Minuten und Temperaturen von bis zu 220 Grad Celsius entwickeln sich die Kaffee-Bohnen deutlich Schmackhafter als in der Massenproduktion. Was auch zur Folge hat, dass sich die im Kaffee enthaltenen Säuren, besonders die Gerb-, und die schädliche Chlorogensäure, gut abbauen können und so weniger Bitterstoffe entstehen.

3. Kaufe Kaffee in ganzen Bohnen.

Das ist die einfachste Methode um zu sehen, in welchem Zustand und in welcher Qualität die ungemahlenen Bohnen sind, bei gemahlenen Bohnen weißt du einfach nicht, was alles in den Kaffeebeutel drin ist. Einfach zur Sicherheit.

4. Kaufe nur ganze, gute Bohnen.

Wenn du dir die Bohnen, die du gekauft hast, einmal anschaust, dann kannst du sehen, ob sie Defekte, Bruch oder Schädlingsbefall haben. Kaffee-Defekte bezeichnen sogenannte Fehler in den Kaffeebohnen. Sie sehen nicht nur unschön aus – sondern können auch den Geschmack des Kaffees zum Schlechten verändern. Bruch bezeichnet beim Kaffee diejenigen Bohnen, die nicht der Normstruktur entsprechen. Das schmeckt nicht schlechter, weist aber darauf hin, dass die Qualität der Bohnen nicht besonders hoch ist. Schädlingsbefall ist selbsterklärend – den wollen wir vermeiden. Erkennen kannst du ihn daran, dass du kleine Bisslöcher in den Bohnen siehst. Ein Zeichen für schlechte Auslese – und du solltest dir nicht zu genau vorstellen, wer die Bisslöcher denn genau gemacht hat.

5. Kaufe frische Bohnen.

Kaffee ist ein Lebensmittel, das frisch am besten schmeckt. Ideal ist es, den Kaffee kurz nach der Röstung auch zu konsumieren, ideal ist eine Zeitspanne von höchstens drei Monaten von Röstung bis zum Genuss des Kaffees. Denn die in den Kaffeebohnen enthaltenen sogenannten Kaffeeöle- & Fette können mit der Zeit austreten und ranzig werden. Aber: direkt nach der Röstung solltest du deinen Kaffee für einen Filterkaffee ca. 1 Woche und für einen Vollautomaten oder Siebträger mindestens zwei Wochen nach der Röstung ruhen lassen. Dann haben die Kaffeebohnen ihr volles Aroma entfaltet und du hast wirklich guten Kaffeegeschmack.

6. Nimm die Bohne, die zu dir passt.

Für viele ist der Säuregehalt des Kaffees entscheidend. Das ist der Einflussbereich des Röstmeisters, er oder sie kann entscheiden, wie hoch der Säureanteil am Ende des Röstprozesses noch sein soll. Hier gilt:

a. Je länger und heißer die Bohne geröstet wird, also etwa 20 – 25 Minuten, desto weniger Säure weist sie auf und desto
dunkler ist sie. Für viele sind das ideale Bohnen für Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino.

b. Bohnen, die kürzer und mit niedrigeren Temperaturen geröstet werden, sind fruchtiger, heller und weisen einen
höheren Säureanteil auf. Das ist ideal für Filterkaffee, Coldbrew und diverse andere Zubereitungsarten.

7. Kaffee muss nach Kaffee riechen.

Es klingt trivial, darf man aber nicht unterschätzen – wenn dein erworbener Kaffee nach Gummi oder Heu riecht, ist tatsächlich etwas schiefgelaufen. Das heißt – die Rohkaffeauswahl, die Aufbereitung oder die Ernte entsprechen nicht der geforderten Qualität. Letzteres kann aber auch sein, dass der Kaffee einfach zu viel Robusta aufweist. Am besten nicht kaufen. Bei gemahlenem Kaffee kann es auch sein, dass er nach Karamell oder Maltrodextrin riecht oder schmeckt. Das ist ein Zeichen dafür, dass hier Tricks angewandt wurden um minderwertigen Kaffee aufzupeppen. Den solltest du auch nicht kaufen.

a. Tipp: wenn du Kaffee kaufst, drücke auf das Aromaventil, riecht er nach Kaffee – und nichts anderem? Kaufen.

8. Ach ja, eins noch.

Mahle deine Kaffee-Bohnen immer erst kurz vor dem Genuss. Achtet immer darauf, dass ihr frische Kaffeebohnen kauft und die portionsweise, nach Bedarf mahlt. Wird gemahlener Kaffee der Luft ausgesetzt, beginnt der sofortige Oxidationsprozess, der einen Verlust an Aroma und Kaffeeöle mit sich bringt.  

Wirklich guter Kaffee ist köstlich – wir finden, dass es sich lohnt, ihn zu suchen und richtig zu zubereiten.